Sonntag, 25. Januar 2015

Autor: Susanne Rowley

"WITGIBA“ - gegen die Infantilisierung des Abendlandes ;-)

Gründung von „WITGIBA“ Wehrhafte, informierte Tagesmütter gegen die Infantilisierung des betreuenden Abendlandes


https://www.youtube.com/watch?v=mjuaFfrIElw

Ich erlaube mir noch einen Brandbrief,

weil die überwältigende Resonanz auf Nr. 1 mir zeigt, es ist Zeit, kritische Themenfelder in der KTP auch mal "von innen" statt von Außen zu beleuchten.

Es genügt nicht mehr an den Berufsstand KTP und seine Stellung nur informativ heran zu gehen. Man muss viel mehr auch die Ursachen seiner Nichtstellung diskutieren.

Unmengen von Posts, Kommentaren und PNs, die ich täglich lese, zeigen, da ist noch jemand, der Euch tagtäglich zwischen die Beine krätscht, der Euch am Wirken hindert, und gegen den Ihr keine Mittel wisst.

Die Rede ist „vom System“,

das Euch umgibt, und das Euch stellenweise nicht wohl gesonnen ist. Das Amt! Angeregt durch einen Schlusskommentar im Brandbrief Nr. 1, habe ich versprochen, das Thema aufzugreifen.

Zitat:

>> Aber was nützt mir denn der Landtag? Hier in Aachen ist Fr. Hilde Scheidt von den Grünen gegen Kindertagespflege eingestellt - und die gibt im Kinder und Jugendausschuss ihre Stimme ab. (..) Die FDP hatte im Landtag eine "kleine Anfrage" gestellt, wohin mit den Kindern die jetzt von TPP betreut werden, die aufgeben, weil das Zuzahlungsverbot kommt: Antwort vom Landtag: sie würden davon ausgehen, dass das nicht passiert, weil die Kommunen doch sicher ihrer Verpflichtung (leistungsgerechte Bezahlung) nachkommen *haha* Glauben die, was sie da antworten? ?? <<

Um allen Missverständnissen & möglichen Diskussonen gleich vorzubeugen.

Es gibt sie:

Die guten Jugendämter, die an Euch und dem Fortkommen der KTP interessiert sind. Sie sind modern, aufgeschlossen und für jeden Input von Außen zu haben. Aber es gibt auch die anderen. In 22 Jahren Wigwam-Einsatz für die KTP gibt es keinen Amtsschimmel, den ich nicht hab reiten sehen, und es gibt kein Rohr aus dem sie nicht auf mich und Wigwam geschossen haben. Damit Ihr seht, Ihr seid nicht allein, lade ich Euch ein, hinter diese und Eure eigenen Fassaden zu blicken.

Frei von der fettigen Feder weg zähle ich Euch die ein oder andere Unmöglichkeit auf, die so oder ähnlich in Deutschen Kommunen möglich ist, und diese Aufzählung erhebt bei weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

- Hoher Norden Bremen:

Die Frisur muss sitzen, denn hier pfeift der Wind besonders kalt.

Aktuell: Genickbruch durch künstlich erzeugte Nicht-Zuständigkeit. Hier versuchen TPPs an rechtsmittelfähige Bescheide zu kommen, die ein Gericht braucht, um richten zu können. Hier wurde von Amts wegen eine Pattsituation geschaffen. Bevor man gegen einen Bescheid klagen kann, muss man erst den Bescheid selbst einklagen, um dann über den Bescheid die Statuten beklagen zu können, auf Grund derer die Bescheide ausgestellt werden. // Ein Irrenhaus

- Irgendwo in Hessen:

Hier gibt’s in einer Kommune gar keine Satzung. Die einen sagen so, die andern sagen so :-) gell

- Irgendwo in RLP:

Fällt der Rechtsanspruch sobald man in Mutterschutz mit dem 2. Kind geht.Auch spannend. Rechtsverlust durch fortgesetzte Fruchtbarkeit.

- Im schönen Frankenland:

Hier gibt das JA per Rundschreiben ein Verbot an TPPs aus, mit Wigwam arbeiten zu dürfen; bei Zuwiderhandlung droht der Entzug der Pflegeerlaubnis. Auch nett. Neukreation bayrischer Gesetze. Sippenhaft nicht auszuschließen.

- Irgendwo im Norden von RLP:

Bekommt man die entscheidenden Satzungsinfos nur per Telefon. Sie fördern also gerne das ganz persönliche Gespräch ;-). Auf die Art gibt' s nie was Schriftliches.

- In Hamburg,

so höre ich: sind andere Träger als das Amt für die KTP nicht zugelassen. Hui Alleinstellungsmerkmal.

- Irgendwo so mittig in RLP:

Geht so richtig die "Post" ab. Da verschwinden Bescheide. Oder es wird über Bescheide beschieden, deren Anträge nie eingegangen sind.  Hellseher am Werk.

- So richtig mittig in RLP:

Eine Kommune verbietet Schulungen von TPPs außerhalb ihrer Stadtgrenzen. Bietet aber selbst keine an. Auf so eine Idee muss man erst mal kommen. Eigentor.

- Noch mittiger in RLP:

hier halten mafiaähnliche Strukturen Einzug – versuchte Erpressungen laufen ab und Schleuser sind am Werk. In einem persönlichen Termin mit einer Amtsleitung, fällt zum Schluss von meiner Seite der not-wendige Satz: das wäre ein Fall für die Presse, finden Sie nicht; daraufhin zückt der Amtsleiter "den Joker", den er im Falle meiner Wehrhaftigkeit vorbereitet hat. Man habe das Wissen um die Vorplanung eines neuen Wigwam-Kinderstübchen mit 2 ehemaligen Kita-Erzieherinnen, die der Stadt viele Unannehmlichkeiten bereitet hätten. Sollte ich an die Presse gehen, könnte ich mir im Gegenzug die Pflegeerlaubnis für beide abschminken. Sogar kriminellen Ernergien sind keine Grenzen gesetzt, denn dieses Stübchen-Profil hatte ich nie nach außen gegeben. Eingeschleuste Pseydo-Eltern? Noch auf der Rückfahrt hab' ich die Presse informiert.

- Und wieder RLP:

eine TPP, die 6 tüchtige Kinder großgezogen hat, die ihrerseits alle studieren, seit Jahren mit Top-Referenzen betreut, wird nicht zur Schulung zugelassen, weil sie platt spricht; 5 Elternpaare samt Kindern müssen sich neue Pflegestellen suchen. 1 Jahr & 100 Aktenberge werden lieber produziert, ihre „geistige Unzulänglichkeit“ nachzuweisen, als Kindern ihre Bezugsperson zu lassen. Von Amtswegen Thema verfehlt gepaart mit seelischer Grausamkeit.

- RLP:

eine TPP wird in der Schulung gegen ihren Willen widerholt aufgefordert über eigene Kindheitserfahrungen zu berichten. Ergebnis: sie wird nicht zur Prüfung zugelassen, bis sie ihre Heilung der Traumaerfahrungen nachweist. Zu Risiken & Nebenwirkungen fragen sie ihren Sachbearbeiter.

- RLP eine Großstadt:

TPP’s warten bis zu 8 Monaten auf ihre Förderleistung, weil die Stadt eine EDV-Anlage nicht zum Laufen bringt & 1 1/2 Stellen von Hand zu Werke gehen. Unzählige Eltern und TPPs verlieren ihre Jobs. Das Amt als Job-Killer.

Ich denke, das genügt an Grausamkeiten.

Was tun, wenn eine Kommune oder gar das Land gegen die KTP eingestellt ist. Wenn einzelne machthungrige Sachbearbeiter ein schwarzes Schaf erkoren haben, Informationen vorenthalten werden, willkürlich Pflegeerlaubnisse entzogen oder eingeschränkt werden, weil man informiert und damit unangenehm aufgefallen ist.

Überall höre ich die Frage: Warum tun sie das?

Die Frage ist müßig und stellt sich mir nicht.

Würde ich hierauf je meine Kraft verschwendet haben, gäbe es Wigwam und vielleicht sogar mich wirklich nicht mehr.

Es spielt keine Rolle, ob der Druck von ganz oben nach unten weitergegeben wird, es ist auch völlig egal, ob einzelne Personen gerade keinen guten Tag hatten. Ich muss auch nicht untersuchen, ob pathologischer Machthunger und die Lust am Quälen die Ursachen sind. Viel interessanter ist nach den Gründen zu schauen, die solch‘ kranke Systeme am Laufen halten.

Und ehrlich – hier muss ich wirklich nicht lange suchen. Es funktioniert wie „im richtigen Leben“ auch und wie in Diktaturen sowieso (wobei ich hier festhalten möchte, dass es dort Menschen gibt, die für den Kampf um Freiheit ihr Leben lassen!!).

Es funktioniert, weil einer macht, und der andere machen lässt. Große und kleine kranke Systeme jeglicher Art werden aufrechterhalten, weil die, die unter ihnen leiden, nicht zueinander finden und zusätzlich gerne mit ihrer Selbstzerfleischung befasst sind.

Solange viele TPPs:

sich selbst die nächsten sind, solange zugeschaut wird, wie eine einzige TPP für ein ganzes Bundesland klagt, sich Euer Interesse einzig darauf beschränkt, morgens den PC anzuwerfen, um zu schauen, ob sie schon abgesoffen ist, solange Ihr Euren Hintern vom TPP-Sofa nicht erhebt, weil Eure persönlichen Schäfchen noch im Trockenen stehen, solange Ihr nach dem St. Florians-Prinzip hofft, dass der Virus aus dem Nachbarbundesland Euer Haus verschont, und solange manch‘ eine/einer selbst tief im Amtshintern jener steckt, die Euch morgen schon ans Leder wollen, um persönliche Vorteile zu erhaschen, solange in vielen TPP-Gruppen der Zickenkrieg Vorrang hat, solange Ihr nicht kompetent und informiert sein wollt/könnt, solange all‘ das so ist, bereitet Ihr den Nährboden dafür, dass Ihr totsicher als nächstes dran seid. Zuschauen hat noch niemandem geholfen - im Gegenteil, Unterlassung führte noch immer zur beschleunigten Ausbreitung des Grundübels.

Schon Heinrich Heine wusste zu erzählen:

>> Der Deutsche gleicht dem Sklaven, der seinem Herrn gehorcht ohne Fessel, ohne Peitsche, durch das bloße Wort, ja durch einen Blick. Die Knechtschaft ist in ihm selbst, in seiner Seele; schlimmer als die materielle Sklaverei ist die spiritualisierte. Man muss die Deutschen von innen befreien, von außen hilft nichts <<

Vielleicht hilft Euch der Rückblick in den Schulunterricht.

Definiere Volksvertreter:

Dabei handelt es sich um ein Organ, das die Interessen des Volkes gegenüber der Regierung vertritt, und dessen Mitglieder vom Volk gewählt worden sind. Sie werden auch von Euch bezahlt, und sie könnten ohne Eure Zustimmung nicht einen Furz in ihrem Sessel hinterlassen. Definiere Sachbearbeiter: ist eine nicht-selbständige Person, die hauptsächlich oder ausschließlich administrative Tätigkeiten ausübt.

Das ist kein Beruf, sondern eine Funktionsbezeichnung.

Und er/sie be-arbeitet eine Sache, nicht die Person. Führungsaufgaben gehören übrigens nicht dazu.

Definiere Staatsdiener:

Sie dienen nicht dem Staat oder der Regierung, sondern sind auf die Einhaltung der Verfassung vereidigt.

Da der Fisch aber gerne vom Kopf her stinkt:

Wusstet Ihr, dass die damalige rot-grüne Bundesregierung einst die UN-Konvention gegen Korruption unterschrieb - und wusstet Ihr, dass das Abkommen in Deutschland bis heute nicht zur Umsetzung kommt? Abgeordneten-Bestechung ist hierzulande also noch immer nicht strafbar.

Ist das peinlich? Oder ist das peinlich?

Ich bitte bei der nun vielleicht und/oder hoffentlich folgenden Diskussion auf Rückfragen, WAS Ihr jetzt machen sollt', zu verzichten.

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

(Auch beim Feind, der immer mitliest ;-).

Susanne Rowley

WIGWAM 1994
Susanne Rowley
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