Samstag, 9. September 2017

Autor: Susanne Rowley

Was bedeutet Vereinbarkeit von Familie & Beruf?

Und wer hat das Rüstzeug dafür? 

Liebe Eltern, liebe Tagesmütter und -väter, 

wenn man sich 25 Jahre einsetzt für ein Thema, das einem am Herzen liegt, muss man von Zeit zu Zeit prüfen, ob man noch auf Kurs ist, wen man im Boot so alles sitzen hat, wer weiter mitfahren soll, und leider auch, wer unterwegs wieder aussteigen muss.

Am Thema dran zu bleiben, ohne von massenhaft gesellschaftlichen Fehlentwicklungen mitgerissen zu werden, nach deren Entstehungsursachen schon bald kein Hahn mehr krähen wird, ist nicht immer einfach. Darum nehme ich mir immer wieder die Zeit, an der Basis zu prüfen: Wo kam ich einst her, bin ich mit meinem bisherigen Weg einverstanden, wo möchte ich noch hin.

Nie war Vereinbarkeit so „wertvoll“ wie heute!  Und nie wurde ihre Umsetzung so plan- und wertlos gehandhabt wie heute.

Wieder und wieder lerne ich Verantwortliche kennen, denen sie nichts bedeutet, die sich eine solche nicht vorstellen können oder wollen, die sie nie erlebt haben, oder völlig falsch definieren.

Darum gebe ich heute in Wort und Bild ein kleines Statement darüber ab, was Vereinbarkeit unter unserem Wigwam-Dach beinhalten muss, damit sie den Namen auch verdient.

Vorne an stelle ich Ausschlusskriterien, die sich vor allen Dingen familienpolitisch Verantwortliche & Personalverantwortliche von Firmen merken sollten:

Meine Botschaft an familienpolitisch Verantwortliche:   

Irgendeine Kinderbetreuung massenhaft aus dem Boden zu stampfen, Ausbildungsansprüche zusammen zu stauchen, betreuungsunkundige Menschen mit gefaktem Qualitätsstempel mal eben ins Betreuungsrennen zu schicken, qualifizierte betreuende Zunft als schlecht bezahlte Handlanger unter Zugzwang zu setzen, Randzeiten zu ignorieren, an die Wurzel von Wartelisten nie heran zu gehen, Bindungsbedürfnisse unserer Allerkleinsten schlicht nicht wahrzunehmen, wird Ihnen als Bumerang auf die Füße fallen.

Meine Botschaft an beratungsresistente Personalverantwortliche: 

Irgendeine Kinderbetreuung einzukaufen, heißt nicht, dass Vereinbarkeit beim Mitarbeiter ankommt. Und solange Sie das Ergebnis ihres scheinbaren Mitarbeiterengagements nicht juckt, werden Sie den Mehrwert, für den Sie teuer bezahlt haben, nicht ernten, und Fachkräfte werden sich dahin wenden, wo sie finden, was ihnen versprochen wurde.

Wahre Vereinbarkeit, die man schlussendlich auch betriebswirtschaftlich messen kann, entsteht nur dann, wenn sie die Bedürfnisse ALLER Beteiligten miteinander vereinbart!

Dass eine solche Herangehensweise auf den 1. vorschnellen Blick mehr Mühe kostet, sollte den Blick auf die positive Langzeitwirkung in Zeiten wie diesen nicht mehr verstellen.

In Zeiten der Globalisierung steht die Kleinfamilie von heute auf allen nur denkbaren Handlungsfeldern völlig alleine da. Was dringend gebraucht wird, sind familienergänzende Betreuungsformen, die die Großfamilie von einst in neuem qualifiziertem Kleid wieder entstehen lassen. Dieser flexiblen Herausforderung ist Institution aufgrund ihrer starren Struktur niemals gewachsen. Nur eine Betreuungsform hat wirklich das Zeug dazu: Die Kindertagespflege! Parallel dazu muss Sorge dafür getragen werden, dass Pädagogen und Erzieher im Berufsstand der Kindertagespflege vollumfängliche Erfüllung auf allen Ebenen finden. Gute Beratung auf beiden Seiten kann so dann ehrliches Interesse am Erhalt des Gegenübers wecken, Bedürfnislagen angleichen, und Menschen langfristig zueinander führen. Nur wenn beide Parteien in eine echte Elternpartnerschaft übergehen, entsteht eine Atmosphäre, in der sich Kinder jeden Alters wohl und geborgen fühlen.

Und nur dann, wenn Eltern sicher sein können, dass das Liebste, was sie haben, in qualifiziert guten Händen ist, die auch morgen noch gerne entgegengestreckt werden, werden Eltern zu jenen Fachkräften, die Zufriedenheit, Kontinuität und Leistung in Unternehmen hineintragen.

Gegenüber allen Eltern und Tagesmüttern & -vätern, die Wigwam in 25 Jahren kennen- und schätzen gelernt haben, aber auch jenen gegenüber, die vielleicht schon Morgen zu uns gehören, 

erneuere ich mein Versprechen als Gründerin:

Was auch immer familienpolitische Zeiten uns noch bescheren werden, wir bleiben unserer Philosophie, für die wir einst angetreten sind, treu!

Das war das Wort zum Wigwam'schen Samstag.

herzliche Grüße von 

Susanne Rowley

 

WIGWAM 1994
Susanne Rowley
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55583 Bad Kreuznach

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