Dienstag, 15. September 2015

Autor: Susanne Rowley

Öffentliche Berichterstattung Kindertagespflege mangelhaft

Es gibt immer wieder Anlass, die überaus schlechte journalistische Darstellung der Kindertagespflege 

in der Öffentlichkeit, sowohl in schriftlichen Zeitungsbeiträgen, als auch in filmischen Darstellungen, scharf zu kritisieren.

Dass der Beruf der Tagesmutter/des Tagesvaters nicht nur ein überaus wertvoller ist, sondern für unsere Allerkleinsten aus gutem Grund die weitaus bessere Wahl als die einer Einrichtung darstellt, ist in der breiten Öffentichkeit noch längst nicht angekommen.

Noch immer sind Tagesmütter und -väter in Deutschland also damit befasst, sich gegen den Ruf der Betreuung "2. Klasse" zur Wehr zu setzen, statt ihre unschlagbaren Vorzüge, unabhängig von jeder Form der Einrichtung, in den Vordergrund zu stellen. Wäre die Art der öffentlichen Berichterstattung eine gute, dann müsste deutlich heraus gearbeitet werden, dass nur diese Betreuungsform in der Lage ist, mehrere Komponenten, die für eine hochwertige Betreuung und Bildung relevant sind, zu verbinden. Neben der gerne gepriesenen Flexibilität dieser Betreuungsform wäre also insbesondere auf den engen Bezug zum Kind in einer Kleinstgruppe gepaart mit einer qualitativ hochwertigen Konzeption hinzuweisen.

Da viele Tagesmütter und -väter zu meinem Bedauern eine schlechte Berichterstattung immer noch lieber sehen, als gar keine Berichterstattung, möchte ich an dieser Stelle noch einmal betonen:

Nein, dann bitte lieber keine Berichterstattung!

Gegen ein sich manifestierendes schlechtes Image in der Öffentlichkeit anzukämpfen, zu dessen Verbreitung man ggf. noch beigetragen hat, ist wesentlich mühseliger, als sich für eine positive Darstellung des Berufsstandes einzusetzen.

Dass Kindertagespflege auch ganz anders, positiv, dargestellt werden kann, zeigt in vorbildlicher Weise hier der

Österreichische Bundesverband.

 https://www.youtube.com/watch?v=BK7ZMV-dfd4

Sicher gäbe es auch an diesem Beitrag noch das eine oder andere zu verbessern, aber er stellt eindeutig die großen Vorzüge dieser Betreuungsform heraus.

Besonders gefallen hat mir u.a., dass ein heranwachsender Jugendlicher im Beitrag zu Wort kommt, der von den langfristigen Vorteilen berichtet, die er aus seiner Tagespflegekinderzeit mitgenommen hat. Es genügt nicht, von irgendeinem Vertrauen zu sprechen, sondern es gilt spür- und nachvollziehbar aufzuzeigen, wie durch eine enge Bindung in der frühen Kinderzeit, ein Vertrauen ins Leben warum entstanden ist.

Das ist es doch,

worauf wir in Sachen Kindertagespflege immer wieder hinweisen müssen:

Wir setzen heute die Weichen für ein späteres Leben!

So erreicht man Eltern!

In diesem Beitrag ist all' das gelungen. Und er kommt ganz ohne verniedlichende Bilddarstellungen aus, die unterschwellig Schlechteres suggerieren, als der Text es beitragend untermalt.

Ach: Und man kann diesen Film einfach so anschauen und muss keine kostenpflichtige Bestellung aufgeben :-). 

herzliche Grüße

Susanne Rowley

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Susanne Rowley
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