Wir bloggen für Sie - quer durch die familienpolitische Landschaft

Donnerstag, 2. Januar 2014

Autor: Susanne Rowley

Neues Spiel, neue Regeln, neues Glück?

Was Familienpolitik für uns bereit hält.


Liebe Wigwam-Freunde,

wir schauen mal eben, was sich insbesondere für Familien in diesem Jahr ändert, und wir werfen auch einen vorsichtigen Blick in den Koalitionsvertrag, um zu sehen, was für einen „Keks“ sie uns ggf. zukünftig backen wollen

Neue ALG II-Sätze ab Januar 2014

Die Sätze steigen um 2,27 Prozent. Regelbedarfsstufen im Jahr 2014 gegenüber 2013:

• Alleinstehend/Alleinerziehend: 391 Euro (9 Euro mehr)

• Paare/Bedarfsgemeinschaften: 353 Euro (8 Euro mehr) • Erwachsene im Haushalt anderer: 313 Euro (7 Euro mehr)

• Jugendliche von 14 bis unter 18 Jahren: 296 Euro (7 Euro mehr) • Kinder von 6 bis unter 14 Jahren: 261 Euro (6 Euro mehr)

• Kinder von 0 bis 6 Jahre: 229 Euro (5 Euro mehr)

Das Betreuungsgeld steigt zum 1.8.2014 Das Betreuungsgeld beträgt ab dem 1. August 2014 150 Euro monatlich.

Bitte beachten Sie,

dass es regulär nicht versteuert werden muss.

Bei der Berechnung von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe und Kinderzuschlag wird es allerdings als Einkommen angerechnet. Steuerlicher Grundfreibetrag Er steigt um 224 € auf 8.354 Euro. Steuerlicher Entlastungsbetrag für Alleinerziehende Dieser beträgt unverändert 1.308 Euro; er soll angehoben werden – zumindest wird dies angekündigt.

Die Höhe des Entlastungsbetrags soll zukünftig nach der Zahl der Kinder gestaffelt werden. Damit soll die finanzielle Situation Alleinerziehender und Geschiedener verbessert werden.

Im Koalitionsvertrag

sind weitere Punkte zu finden, die in Planung sind und Familien betreffen Mütterrente Mütter oder Väter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, werden ab dem 1. Juli 2014 bessergestellt. Um ihre Erziehungsleistung angemessen zu berücksichtigen, bekommen sie einen zusätzlichen Rentenentgeltpunkt pro Kind Elternzeit / Elterngeld Die Elternzeit von 36 Monaten soll flexibler gestaltbar sein. Dazu sollen auch ohne die Zustimmung des Arbeitgebers nach angemessener vorheriger Anmeldung zukünftig 24 statt 12 Monate zwischen dem 3. bis 8. Lebensjahr des Kindes von Müttern und Vätern in Anspruch genommen werden können.

Die Elterngeldregelung

soll flexibler werden. Mit einem sogenannten „Elterngeld Plus“ soll Eltern für die Dauer von bis zu 28 Monaten eine Kombination des Elterngeldes mit einer nicht geringfügigen Teilzeittätigkeit ermöglicht werden. Ziel soll sein, den Wiedereinstieg, vor allem für Alleinerziehende zu erleichtern. Ein Partnerschaftsbonus soll an Elterngeldbeziehende gezahlt werden, wenn beide parallel 25 bis 30 Wochenstunden arbeiten.

Das Mutterschutzgesetz

soll reformiert werden – Ziel solle sein:

mehr Transparenz und weniger Bürokratie. Verfahren der Adoption Das Adoptionsverfahren soll weiterentwickelt und modernisiert werden. Die Möglichkeiten zur Adoption sollen vereinfacht, die Begleitung und nachgehende Betreuung der Adoptiveltern verbessert werden.

U 3-Betreuung:

Hier heißt es, der Bund und die Länder würden ein 3. Investitionsprogramm auflegen, zur weiteren Realisierung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz.

Optionszwang Mehrstaatigkeit kippt

Für in Deutschlang geborene und aufgewachsene Kinder ausländischer Eltern entfällt in Zukunft der Zwang, sich für EINE Staatsbürgerschaft zu entscheiden (so genannter Optionszwang) und die Mehrstaatigkeit wird akzeptiert.

Ein Bundesprogramm „Eltern stärken“

soll dafür sorgen, dass Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund besser erreicht werden. Die Eltern sollen direkt in die Arbeit von Kitas und Schulen einbezogen werden.*Hierunter können wir uns noch nicht so recht etwas Reales vorstellen*

Neues europäisches Sicherheitszeichen

soll analog zum deutschen GS-Zeichen auf EU-Ebene für eine verpflichtende Drittprüfung für Kinderspielzeug sorgen.

Insgesamt habe sich die große Koalition als Leitprinzip auf die Fahnen geschrieben mit Hilfe eines sogenannten „Demographie-Checks“ alle Gesetzesvorhaben, Richtlinien und Investitionen daraufhin zu überprüfen, welche Auswirkungen für kommende Generationen damit verbunden seien.

Es bleibt spannend, und wir werden sehen, was wir von unserer neuen Familienministerin Schwesig zu erwarten haben.

Herzliche Grüße

Ihre Susanne Rowley

WIGWAM 1994
Susanne Rowley
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