Dienstag, 7. Juli 2015

Autor: Susanne Rowley

Kommen jetzt die 24-Stunden-Kitakombinate?

Kommentar zu Prof. Dr. Stefan Sell 


>>Die Verhältnisse werden es schon richten<<

schreibt Prof. Dr. Stefan Sell abschließend in seinem Blogbeitrag zum neuen Aufreger "24-Stunden-Kita-Kombinate".

http://aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de/2015/07/kommen-jetzt-die-24-stunden-kita.html

Da schaltet man bei dieser Hitze den ebenso hitzegeplagten PC an, und was muss Frau da lesen?

Eine Welle von 24-Stunden-Kita-Artikeln flutet meinen Rechner – oder bereits ganz Gallien... äh Germanien? ;-).

Ich bin gerade froh, dass ich die einzig richtige Reaktion auf diesen Hype von Prof. Dr. Stefan Sell zuerst zu fassen kriegte. Dort steht so ziemlich alles, was ich aktuell dazu denke,

und darum griff ich einen seiner abschließenden Sätze als Überschrift heraus:

>> Die Verhältnisse werden es schon richten << 

Ja, das werden sie! Im Vorfeld allerdings werden sich die ideologischen Lager erstmal gegenseitig das „Mutterhaus“ anzünden, bevor dann unsere Volks-Ver-Treter nochmal heimlich für sich nachschauen müssen, wie weit die böse "Fremd"betreuung in solch‘ ausladender Form noch ins Parteiprogramm passt, ohne dass die Wähler weglaufen.

Und dann sind die Arbeitgeber dran, die mit all‘ dem so gar nichts zu tun haben ;-) - ebensowenig wie wir selbst natürlich, die es genießen, um 23 Uhr noch durch den Globus zu schlendern, um die ein oder andere Leckerei mitzunehmen, und sicher auch höchst ungern des nächtens alleine auf der Intensivstation ver-enden möchten!

Nö – hier, wie bei vielen anderen, derzeit hochkochenden Luftpumpenthemen ist mein Blutdruck völlig im Normalbereich.Es gibt sie wirklich, Bereiche, da muss man nur zuwarten, bis jene, die vollmundig lossegelten von ganz alleine zurückrudern.

Bestes Beispiel:

Die Pseydo-Qualitätsdebatte, die geführt wird, ohne für entsprechendes Fachpersonal im Vorfeld Sorge getragen zu haben oder aktuell Sorge tragen zu wollen - bezüglich der sich immer weiter aufblähenden Regeleinrichtungen. Die Debatte steht in der Öffentlichkeit zwar noch ganz am Anfang – die realen Auswirkungen auf Eltern und Kinder jedoch schon lange nicht mehr.

Diese 24-Stunden-Luftnummer wird schon bald in eine sich verändern müssende Wertediskussion münden, die ich in fast allen meinen Blogbeiträgen grundsätzlich parallel anstoße. Anders ist es leider kaum zu ertragen, dass jene, die im Glashaus sitzen, so gerne mit den größten Steinen werfen. Homo oeconomicus muss sich eben bitteschön auch selber fragen, wie er sein kurzes Dasein zwischen Geburt & Tod für sich und seine Kinder gestalten möchte, und wie weit er sich dem Diktat des schnödesten aller Mammons auf Kosten seiner Kinder noch ergibt, bevor er feststellt, dass er in den wichtigsten Lebensbereichen kaum noch ärmer werden kann.

Ich bin beileibe nicht vom ökonomischen Fach, aber ich glaube schon, dass der ein oder die andere Fachmann/Fachfrau uns längst empfehlen müsste, Gewinn und gesellschaftliche Kosten nicht nur neu zu berechnen, sondern sie bitte recht bald auch neu zu definieren.

Das allerdings ist eine Aufgabe, die wir keinesfalls unseren Familienpolitikern allein überlassen dürfen, weil die schon mehr als einmal gezeigt haben, dass sie kausale Zusammenhänge weder überblicken, noch im Stande sind, nach eingetretenen Negativeffekten deren ursächliche Entstehungsgeschichte nachvollziehen zu können/oder zu wollen.

Beste Beispiele dafür bietet

am laufenden Band die Arbeitsmarktpolitik, die beim Erschaffen des effizienten Allzeitbereit-Arbeitstiers die Varianten seiner digital möglichen Überwachung auch nicht so richtig mit im Blick hatte. Lebenserhaltender Ver-dienst, Gesundheit, Arbeitsmoral & die Planbarkeit des Lebens stehen für Familien schon zur Disposition, was die mit dem größten "C" im Parteinamen seltsamerweise am wenigsten stört. Und dennoch hört man genau jene Parteigenossen am lautesten nach einem umfassenden "Schutz für Familien" rufen.

Je länger ich mir das Kinderbetreuungstrauerspiel anschaue,

seit ich mit Wigwam 1994 in Facebook aktiv wurde, umso sicherer bin ich mir, dass Vieles nicht so heiß gegessen werden kann, wie es gekocht wurde, weil sich Verantwortliche auf halber Strecke den Mund verbrennen werden.

Und auch hier kann Frau sich ziemlich sicher sein, dass als Ergebnis nicht das herauskommen wird, was oben in den familienpolitischen Schlitz hinein geworfen wurde, weil alle (Fehl)entscheidungen – speziell in diesem sensiblen Bereich - schon bald die passenden Aus- & Wechselwirkungen zeigen werden, die uns dringend mahnen, die Komponente Mensch -

insbesondere "kleiner Mensch"

nicht länger außen vor zu halten. Von daher werde ich meinem alten Blogbeitrag aus dem Jahr 2014

http://www.kinderbetreuungsboerse.de/wigwam-blog/wigwam/nachricht/info-brief-101/

aktuell (noch) nichts weiter hinzufügen.

Liebe Grüße

Ihre Susanne Rowley

WIGWAM 1994
Susanne Rowley
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