Wigwam Blog

Freitag, 8. August 2014

Autor: Susanne Rowley

Kinder ohne Liebe - Gute Familienpolitik fordert & fördert & schützt das Kind

Gerechtigkeit wird hierzulande am liebsten als Regelgerechtigkeit postuliert, 

ohne die Regel, die dahinter steht zu hinterfragen!

https://www.youtube.com/watch?v=l7UHCzNj8Ts

Eine Familienpolitik, die echte Wahlfreiheit fördert, fordert jene, die davon profitieren und fördert alle, die sich darin bewegen möchten.

Wo ist "Platz für das Kind" in einer ideologisch geführten Betreuungsplatzdiskussion? Nirgends!

Diskutiert werden muss in Wahrheit nur ein Thema: Und das ist die Qualität von Betreuungsangeboten. Würden das all jene Experten und Verantwortliche, die mitmischen, das begreifen und endlich ernst nehmen, wären wir einen wesentlichen Schritt weiter.

Mit großem Bedauern nehme ich wieder vermehrt zur Kenntnis,

dass die gesellschaftliche Diskussion über eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung für unsere Kleinen zwar kontrovers, aber schwerpunktmäßig wieder ideologisch geführt wird.

Ich poste hier ein Interview und einen Ausschnitt eines legendären, mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilms aus der Zeit des Sozialismus in der damaligen UdSSR, der übrigens im Land selbst nie zur Aufführung kam: "Kinder ohne Liebe", um aufzuzeigen, dass wir sie schonmal hatten, jene ideologisch geführte Debatte, die den Forschungsergebnissen nach völlig richtig war, jedoch als Antwort darauf auch damals nur eines wusste:

Mutter am Herd, bei der es das Kind gut hat 

oder

Kind in der Einrichtung, in der es verkommen muss.

Dazwischen klafft ein inhaltliches Nichts!

So kommt die familiäre Erziehungspartnerschaft der Kindertagespflege in der öffentlichen Wahrnehmung kaum vor.

In vielen Artikeln habe ich mich auf dieser Seite bereits über die unsäglichen „Lagerdiskussionen“ geäußert, die langfristig mehr schaden, als nutzen. In der aktuell wieder aufflammenden Betreuungsgeld-Diskussion ist die ideologisch angeordnete Argumentationskette besonders gut zu beobachten.

Gegner der Betreuungseinrichtungen fordern: Kinder nicht abzuschieben / Kinder nicht in Kitas zu zwingen / Eltern sollen ihre Kinder nicht in Einrichtungen stecken usw, und sie bemühen für die Untermauerung ihrer Vorbehalte frühe Hirnforscher wie Dr. Shanker oder auch Entwicklungspsychologen wie Erich Fromm.

Deren wertvolle Erkenntnisse

über die sensibelste Zeit im Leben von 1 und 2-jährigen Kinder werden instrumentalisiert, um die eigenen Forderungen zu untermauern.

In Wahrheit geht es aber um das Kind und seine Abhängigkeit von tiefer Liebe und Zuwendung, um sich psychisch und kognitiv gesund entwickeln zu können. Und das muss nicht zwingend die Mutter sein, die ihre Ausbildung nicht nutzen und arbeiten gehen darf. So wie der Umkehrschluss nicht lauten kann, dass schlechte Einrichtungen eine Daseinsberechtigung haben, so ist auch eine unglückliche, sich verbiegende Mutter, die ihren Bedürfnissen nach außerhäusiger Tätigkeit nicht nachgehen soll, nicht wünschenswert

Beides ist Gift für Kleinstkinder,

weil sie entweder Vernachlässigung in der Einrichtung erfahren oder Muttern ihnen die alsbald keimende Botschaft in die Wiege legt, dass sie fürs Kind sich selbst aufgegeben hat.

Die Betreuungsgeld-Diskussion wird ebenfalls nicht ehrlich geführt. Ich bin kein Befürworter dieser Zuwendung, weil sie dem Wesen und der Höhe nach den Wunsch nach Wahlfreiheit nicht erfüllen kann. Aber auch hier helfen uns Begrifflichkeiten wie „Schweigegeld von aktuell 150 Euro für kitaverweigernde Eltern“ beim besten Willen nicht weiter. Dieses Geld hat auch nichts in Diskussionen über „soziale Gerechtigkeit“ zu suchen, denn wer danach ruft, müsste schon mal ganz unten starten, denn den Ärmsten in unserer Gesellschaft „Hartz 4 Empfängern“ steht es gar nicht zu.

Gerechtigkeit wird also hierzulande am liebsten als Regelgerechtigkeit diskutiert, ohne die Regel, die dahinter steht zu hinterfragen! Am Ende werden Einzelinteressen gefördert und der Wille von Familien ignoriert.

Und das gilt insbesondere aktuell für jene Klientel, die gerne arbeiten möchte, und bitteschön gleichzeitig sein Kind hochqualifiziert und bindungsgerecht betreut sehen möchte. Der Ökonom Ludwig von Mises schrieb in seinem Buch „Omnipotent Government: The Rise of the Total State and Total War“ aus dem Jahr 1944: >>Sozialismus und Interventionismus haben ein gemeinsames Ziel: Die bedingungslose Unterwerfung des Individuums.<< Auch hier finden wir wieder viel Wahrheitsgehalt, aber eben nur in eine Richtung zielend vor.

Warum schreibt niemand,

dass Wirtschaft und Arbeitswelt, und diejenigen, die freiwillig und gerne in ihr tätig sein wollen, Verantwortung zu übernehmen haben, wenn sie einander suchen, brauchen und finden wollen. Das sind Kern-Themen, die wir in Wahrheit permanent umschiffen.

Eine Familienpolitik, die echte Wahlfreiheit fördert, fordert jene, die davon profitieren und fördert alle, die sich darin bewegen möchten.

Und sie überwacht zudem die Schaffung lebenswerter Grundlagen „für das Kind“.

Beim Kind geht es um Bindung und Bezug zu Menschen,

die sich eng und nachhaltig um die Bedürfnisse der Kleinen bemühen, damit eine gesunde psychisch und kognitiv starke Generation heranwachsen kann.

>> Schon der erste Satz des Films des tschechischen Kinderpsychologen Zdenek Matejcek macht deutlich, warum: „Was ein kleines Kind am Nötigsten braucht, ist die intensive und dauerhafte Gefühlsbindung zur Mutter. Wird dieser Kontakt unterbrochen und erhält das Kind keine Ersatzperson, zu der es ähnliche Beziehungen aufnehmen kann, so stellen sich seelische Schädigungen ein. <<

Was zeigen uns die Ausschnitte des Filmes also wirklich?

Mangelnde Qualität in der Kindertagesbetreuung macht den Schaden beim Kind und nicht die Betreuung als solches.

Aber genau das wird Eltern nun wieder suggeriert.

Äußerlich wird ihnen die freie Wahl suggeriert und versprochen – innerlich wurde sie ihnen längst wieder entzogen.

Wir sollten endlich aufhören damit!

Herzliche Grüße zum bevorstehenden Wochenende

Susanne Rowley

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