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Freitag, 1. August 2003

Autor: Susanne Rowley

Gesucht und (nicht) gefunden / Sag mal wieder Danke

Hallo liebe Wigwam-Freunde,

Die Hauptstelle macht Urlaub bis 18.08.03.

Deshalb kommt dieser Info Brief aus dem schönen Hessenländle von Annette Vanderwege, Wigwam 2 in Hochheim Massenheim.

Von hier aus wünsche ich Frau Rowley gute Erholung und viel Sonnenschein. Gesucht und (nicht) gefunden

Die geeignete Tagesmutter für das eigene Kind zu finden ist schwierig.

Als Mutter hat man immer eine gewisse Vorstellung wie "sie" sein sollte. Oftmals kann man diese Vorstellungen aber nicht in Worte fassen, sondern es ist ein Gefühl das für oder gegen einen Betreuungsplatz spricht. Hier erzählt eine Mutter, die sich wie alle Mütter, nur das Beste für Ihr Kind wünscht, was sie auf der privaten Suche nach der geeigneten Tagesmutter erlebt hat.   "Wir haben uns mehrere Tagesfamilien angeschaut um die bestmögliche Betreuung für unsere Tochter zu finden. Viele Bewerberinnen schieden von vornherein aus, da sie entweder noch nie Tagesmutter waren oder nur Kinder des Geldes wegen betreuen wollten. Bei solchen Auskünften hatten wir kein gutes Gefühl.   Andere Tagesfamilien besuchten wir in deren häuslichen Umfeld.  So zum Beispiel eine Familie, die auf einem großen Anwesen wohnte. Die Kinder wurden ausschließlich dort betreut, es wurden keine weiteren Aktivitäten, wie zum Beispiel einen Besuch auf dem Spielplatz geboten. Eine andere Familie betreute schon 3 Kinder. Da wäre meine Tochter das 4 Kind gewesen. Das waren uns insgesamt zu viele Kinder. Die nächste Tagesmutter, die wir aufsuchten, betreute zur Zeit nur Ihre eigene Tochter. Aber schon beim ersten Kennenlernen deuten sich Eifersüchteleien bei der eigenen Tochter an. Schließlich fanden wir eine ältere Dame die von Beruf Erzieherin war. Sie wohnte in einem Reihenhaus. Die Einrichtung war im fünfziger Jahre - Stil. Das Wohnzimmer glich einem halben Kinderzimmer. Ein kleiner Junge kam lachend auf unsere Tochter zu und wollte gleich mit ihr spielen. Die Tagesmutter war zwar total nett aber irgendwie völlig an der Zeit vorbei. Bei der nächsten Familie bestand das ganze Kinderzimmer nur aus irgendwelchen Plastikspielzeug. Wieder eine andere Familie hatte einen riesengroßen Hund. Die nächste Tagesmutter war zu wenig "Mama". Außerdem wohnte Sie in einem Wohnblock der uns nicht behagte. Eine weitere Familie lebte in einer Wohnung, die so sauber und aufgeräumt war, dass man gar nicht merkte, das hier Kinder sind. Irgendwie war dort zu wenig Leben..............."   Beim hören dieser Geschichte stellt sich die Frage, wobei es bei der Suche nach dem Besten für das Kind wirklich ankommt. Bei dem was diese Mutter erzählt, geht es ausschließlich um ihre eigenen, ihre "erwachsenen" Gefühle. Die kindliche Sichtweise wurde hier ganz außer Acht gelassen. Spielen mit anderen Kindern auf einem großen Anwesen, kann genauso spannend sein, wie zum Beispiel der Besuch auf einem Spielplatz. Kinder möchten geliebt werden und Ansprache finden, dabei ist es egal wie die Wohnung eingerichtet ist und ob sie am Waldrand liegt. Jeder Mensch hat eigene Vorstellungen und Bedürfnisse. Die der Erwachsenen und die der Kinder klaffen dabei  weit auseinander. Was für uns Erwachsene absolut Priorität hat, ist den Kindern herzlich egal. So kann es immer wieder vorkommen, dass liebevolle, gute Betreuungsplätze abgelehnt werden, weil andere (erwachsene) Maßstäbe angenommen werden. Wir Erwachsenen haben die Aufgabe  gute Rahmenbedingungen für unsere Kinder zu schaffen. Dabei sollten aber nicht die Bedürfnisse der Kinder aus dem Auge verloren werden. Vertretbare Kompromisse sollten die Eltern eingehen - nicht die Kinder.   Sag` mal wieder Danke!

Wenn Eltern ihre Kinder bei der Tagesmutter abgeben, können sie beruhigt Ihren Aufgaben nachgehen. Die Eltern wissen, dass es Ihrem Kind gut geht und es ihm an nichts fehlt. In der Tagesfamilie wird sich viel mit den Kindern beschäftigt. Es wird gesungen, gespielt,gemalt, gebastelt und gelacht. Bei schönem Wetter geht die Tagesfamilie mit den Kindern mal auf den Spielplatz, mal steht aber auch ein Besuch im Zoo an, oder es wird an der Eisdiele ein Eis gegessen. Wenn die Eltern die Kinder wieder abholen, sind die Kinder glücklich und zufrieden. Auch die Eltern fühlen sind gut. Unter anderem auch deshalb, weil die die Tagesfamilien auch mal flexibel auf zum Beispiel verspätete Abholzeiten reagieren können. Die Tagesmutter erhält dafür dann ja auch Ihren abgesprochenen Stundensatz. Eigentlich sollte damit doch alles gut sein - oder?!

Viele Tagesmütter geben sich besonders viel Mühe, mit der Betreuung der Kinder. Die Eltern wissen das und freuen sich auch sehr darüber, dass dem Kind so viel geboten wird. Leider wird es mit der Zeit oft zur Selbstverständlichkeit. Eltern sollten nicht nur registrieren, dass Ihre Kinder gut betreut sind, sondern es auch honorieren. Dies kann auf ganz einfache Art und Weise geschehen. Sei es ein einfaches Lob an die Tagesmutter, oder der Blumenstrauß zum Geburtstag.  Es gibt aber auch noch eine weitere Möglichkeit zu zeigen, wie toll man das Engagement der Tagesmutter findet. Da ist zum Beispiel die Sache mit dem Zoobesuch. Dieser macht zwar allen Spaß, aber er kostet auch Geld.  Klar, bezahlt man einen festen Stundensatz für die Betreuung des Kindes, aber die zusätzlichen Kosten trägt oft die Tagesmutter alleine. Genauso ist es mit der Knete und der Fingerfarbe. Auch die bezahlt die Tagesmutter aus eigener Tasche. Eine schöne Geste ist es dann, wenn man der Tagesmutter zum Beispiel das nächste Mal ein bisschen buntes Papier zum Basteln oder einen Malkasten für die Kinder mitbringt. Aber auch über ein paar wenige Euro die man der Tagesmutter für solche Dinge zusätzlich zusteckt, zeigen, dass ihre Arbeit positiv angenommen wird. Ihre Tagesmutter freut sich  - und Ihr Kind profitiert davon. Spieltipp Zupf Härchen                                                                                    Alter der Kinder : ab 1 Anzahl der Spieler: 2 Für dieses Fingerspiel kann man sich als "Opfer" auch ein Baby beim Wickeln aussuchen. Zu jeder Zeile des überlieferten Verses wird dabei eine andere Stelle des Gesichtes berührt: Kinne Wippchen ( am Kinn krabbeln ) rote Lippchen ( über die Lippen streichen ) Stuppelnäschen ( sanft die Nase berühren ) Augenbräunchen ( die Augenbrauen berühren ) zupf, zupf, zupf mein Härchen ( an den Haaren zupfen )   So, das war´´s von dieser Stelle. Ich wünsche Ihnen allen einen sonnigen August. Bis zum nächsten Mal.   Es grüßt ganz herzlich   Anette Vanderwege Wigwam 2

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