Mittwoch, 19. April 2017

Autor: Susanne Rowley

Frühkindliche Betreuung entspricht Stress Level eines Apollo 13 Astronauten

Die Wissenschaft hat festgestellt. Wenn wir diesen Satz lesen, 

geht es meist um Studien. 

Viele lesen sie, verinnerlichen aber eher selten, wie und warum Erkenntnisse darin zustande gekommen sind. Darum berühren sie uns oft kaum.

In diesem überaus interessanten Interview mit Prof. Dr. Eva Rass, einer Wissenschaftlerin, die auf 40 Jahre Berufserfahrung zurückblicken kann, erfahren Sie, warum namhafte Wissenschaftler so vehement vor den Folgen frühkindlicher Betreuung warnen, die Bindung außer Acht lässt!

https://www.gluecksknirpse.de/risiken-fruehkindliche-fremdbetreuung/

Ein paar einfache Grundlagen aus der Entwicklungsphysiologie

machen das Problem bereits überdeutlich. Eine Schwangerschaft dauerte zu früheren Zeiten wesentlich länger als heute. Die Evolution brachte es mit sich, dass die Dauer aktuell nur noch bei 9 Monaten liegt. Das heißt im Klartext, der Mensch kommt unreifer auf die Welt, als dies bei unseren Vorfahren der Fall war!

Der moderne Mensch muss einen Prozess der Nachreifung durchlaufen.

Was einem Baby fehlt, wenn es das Licht der Welt erblickt, sind Anpassungsinstrumente, die das Gehirn noch nicht angelegt hat. Das Gehirn eines Neugeborenen, ca. 400 g schwer, besitzt keine Strukturen für eine Regulation von Erregungszuständen. Diese neuronalen Verbindungen müssen erst gebildet werden. Eine Entstehung dieser Verbindungen ist aber nur möglich, wenn in Erregungszuständen des Kindes eine gelingende Beruhigung von außen erfolgt, damit sich im Inneren die Strukturvernetzung vollzieht.

Dieser Prozess verläuft im positiven Fall bis ca. zum 18. Monat eines Kindes.

Wurde diese Entwicklung gestört, ist dies irreversibel!

Das Gehirn kann zwar in seiner weiteren Entwicklung in gewisser Weise noch „überformt“ aber nicht mehr „überschrieben“ werden.

Folgen dieser Fehlentwicklung zeigen sich nachweislich lebenslang in einer Art von körperlichem oder geistigem „Gedächtnis“; dies können Schmerzzustände oder sonstige Schwächungen körperlicher und seelischer Natur sein.

Die Erregungszustände, die Kinder unter 3 Jahren in Einrichtungen erleben, entsprechen Stress.

Wenn das Gehirn die Regulatoren nicht anlegen konnte, reden wir von Dauerstress.

Zum Vergleich:

Betriebsmediziner, die sich kranken Erwachsenen annehmen müssen, wissen, wie gesunde Cortisol Werte aussehen. Die Betriebsmedizin misst beim gesunden Erwachsenen am Morgen hohe Werte von Cortisol, damit der Mensch in die Gänge kommt, am Mittag abfallende Werte, um zu pausieren, und am Abend zeigen sich langsam absinkende Werte, damit der Mensch zur Ruhe kommen kann. Misst man die gleichen Werte beim Kleinkind in Betreuungssituationen, in denen für Bedürfnisbefriedigung in Kontinuität keine Zeit vorhanden ist, zeigen diese Kinder Cortisol Werte, die einem Manager entsprechen, dessen Bankinstitut gerade zusammengebrochen ist, oder aber Werte des Astronauten, der in seiner Kapsel auf den Start der Apollo 13 wartet.

Wenn man dann noch zur Kenntnis nimmt,

dass diese kranken Cortisol Werte sich bei vielen Menschen auch dann nie mehr erholen, wenn die Stress-Situation verlassen wurde, der begreift, was es für die zukünftige Generation unserer Kinder geschlagen hat!

Wie extrem wichtig eine Top-Bindungsqualität bei der frühkindlichen Betreuung ist, kann gar nicht oft genug betont werden. Doch davon berichten die Dauererfolgsmeldungen aus dem Familienministerium nichts.

Darum haben sich dann die Gesundheitskassen in Zukunft zu kümmern.

In diesem Sinne

Ihre Susanne Rowley

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Susanne Rowley
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