Dienstag, 14. Juli 2015

Autor: Susanne Rowley

Eine von uns - voll auf Linie - und neben die Spur gebracht!

..und den politisch Verantwortlichen schwer auf den Leim gegangen!

Ich freue mich ja stets außerordentlich über engagierte und so erfahrene MitstreiterInnen, wie Antje Radloff aus Hamburg eine ist.

Aber speziell diesen Artikel, der just aus ihrer Feder geflossen ist, muss ich leider auf ganzer Front kritisieren, denn sie schadet damit dem wachsen wollenden Berufsstand. 

Es ist mir ein vollkommenes Rätsel, wie man Ist-Zustände innerhalb der Kindertagespflege einerseits so konkret erfassen, und beim Versuch einer Aufarbeitung der ursächlichen Zusammenhänge, die sie ab "von der Leyen bis heute" beschwört, so scheitern kann.

https://kindertagespflegedeutschland.wordpress.com/2015/07/10/krippenausbau-2009-2015-urspruengliche-planung-bittere-realitaet/

Und nicht nur das. Der Blogbeitrag lässt leider auch vermuten, dass ihr die Draufsicht auf die Gesamtentwicklung der KTP sowie die Rolle, die politisch Verantwortliche ihr zuerkennen bzw. bislang zuerkannt haben, nicht bewusst ist. Aus dieser Haltung heraus, teilt sie die TPPs in weiße und schwarze Schafe und sucht sie die schwarzen Schafe im Berufsstand selbst. Und das, obwohl die Botschaften der politisch Verantwortlichen gegen die KTP eine mehr als deutliche Sprache sprechen - nein schreien! 

Der Beitrag ist durchzogen von Behauptungen, die stellenweise noch abschreckender sind, als die versuchte Beweisführung selbst.

Worum gehts:

Antje Radloff versucht in ihrem Artikel zu beschreiben, warum KTP a) nicht aus dem Quark kommt und b) bei Eltern nicht bleibend punkten kann und warnt c) vor dem Untergang des Berufsstandes. 

Behauptungen, die Antje Radloff in den Raum stellt:

Zitat:

>> Die Kindertagespflege war von Beginn an ein fester Bestandteil dieses Programms. <<

? Nein, wie kommt sie darauf? Kindertagespflege war und ist trotz Qualifizierungsmaßnahmen die "Betreuung 2. Klasse"; wird so behandelt, wird dementsprechend tot-geschwiegen, kommt in keiner Presseerklärung vor, und wird deutschlandweit in unterschiedlichen kommunalen Satzungen genau so chamäleonartig eingesetzt, wie es der Stand des Kita-Ausbaus gerade erfordert. So und nicht anders ist zu erklären, warum Tagespflege mal nach Vorne (Qualifizierung) und mal nach hinten "Randzeiten" propagiert wird. Immer in der Haltefunktion bis ein Ausbau von Institutionen für "Bildung" statt "Betreuung" gelungen ist. Es handelt sich also um eine gezielte kommunale Steuerung, die das "Endziel" nie aus den Augen verliert. Im Endziel allerdings ist für KTP kein Part vorgesehen.

Die massive Werbung für den scheinbar so "festen Bestandteil KTP" haben, wie Anke Radloff im Folgetext richtig anmerkt, immmer nur jene Tagesmütter - und väter gemacht, die sich trotz aller Widrigkeiten ihren Traumberuf erhalten haben. Wäre das nicht auch Aufgabe jener gewesen, die einen ach so festen Bestandteil in der KTP sahen? ;-). Aber auch jene Engagierten wurden & werden alsbald eiskalt fallen gelassen, wenn sie dem Endziel nicht mehr zuarbeitend dienlich sein können! Raus aus die KTP-Kartoffeln - rein in die KTP-Kartoffeln.

Dennoch sieht Antje Radloff die Verantwortung schwerpunktmäßig bei den Tagespflegepersonen selbst. Kritisiert stellenweise in anderen Blogbeiträgen begleitend, dass sie sich nicht ausreichend engagieren. Stimmt. Aber es darf - bezogen auf unser Thema - die Frage erlaubt sein, wo war und ist der Bundesverband der Kindertagespflege - der verbinden sollende "Für-Sprecher" des werden wollenden Berufsstandes? Haben wir überhaupt einen. Und wenn ja wozu?

Zitat Frau Radloff:

>> Die Kommunen und der Bund haben die Rechnung ohne die Eltern gemacht. Eltern, die die institutionelle Betreuung bevorziehen. Eltern, die Angst haben, keinen Platz mehr für ihre dreijährigen Kinder zu bekommen, Angst vor zu hohen Kosten haben, Angst vor Ausfällen haben und schlicht endlich auch viel zu wenig über die Kindertagespflege wissen. <<

Hier stimme ich nur 2 Sätzen deutlich zu.

Satz 1: Die Kommunen haben die Rechnung ohne die Eltern gemacht. Satz 2: Und Eltern wissen schlicht zu wenig über die KTP.

Stimmt.

Ich erlaube mir folgende Rückfragen: Warum ziehen die meisten Eltern die Institution zuerst in Betracht? Weil ihnen nur das als qualitativ gängig präsentiert wird; KTP kommt in der Qualitätsdiskussion und damit in den Köpfen von Eltern kaum vor. Und: Wer schürt wann & warum die Angst von Eltern für ihr 3-Jähriges keinen Platz zu bekommen? Hier bitte ich doch explizit um eine genaue Differenzierung. Diese Angst wird von Kommunen immer dann geschürt, wenn Eltern sich anschicken, KTP einem zur Verfügung gestellten Kitaplatz vorzuziehen! Dann hören Eltern den subtilen Unterton: Na, wenn sie den jetzt nicht nehmen, dann wissen wir nicht genau, ob wir Ihnen dann mit 3 Jahren noch....Und wer verursacht vorrangig die elterlichen Zusatzkosten? War da was mit Elternbeiträgen?

Zitat Fr. Radloff

>>  Die hohen Kosten haben viele Kommunen bereits versucht einzudämmen. Zuzahlungsverbote wurden bundesweit in verschiedensten Regionen ausgesprochen. Zuzahlungsverbote, an die sich längst nicht alle halten. Vorgaben, die umschifft werden. Keiner dieser Tagespflegepersonen denkt darüber nach, dass sie der gesamten Kindertagespflege damit schaden. Schwarze Schafe gibt es überall. Aber in einem Bereich, der sowieso immer darum kämpfen musste, einen besseren Ruf zu erlangen, schaden diese schwarzen Schafe doppelt. <<

Da muss ich zugegeben schwer durchatmen: Das Eindämmen von Kosten geht in Frau Radloff's Vor-Stellung nur "auf Kosten" der qualifizierten Tagesmütter & väter, von denen sie zeitgleich höchste Qualität verlangt. Warum traut sie sich nicht an Kritik bezüglich der Elternbeiträge heran? Wurden irgendwo Elternbeiträge gesenkt, um Eltern die "Wahl der Freiheit" zwischen den Betreuungsformen zu erleichtern? Stellenweise erlauben sich Kommunen gar vorne Fördergelder auszuzahlen, die sie sich 1 zu 1 von Eltern zurückholen. Darf sich eine solche Vorgehensweise noch "Förderung" nennen ohne Rot zu werden? Ich denke nein!

Warum entlässt Sie die eigentlichen Nutznießer von Vereinbarkeit von Beruf & Familie: den Staat, die Sozialkassen und die Großunternehmen aus der Verantwortung?

So dann propagiert Frau Radloff sehr gerne das Zuzahlungsverbot

und sieht darin das "Heil der Betreuungsarmee" - wirbt dafür und hält es gar für förderlich für einen qualifzierten, aufstrebenden Berufsstand. Nein schlimmer noch - sie hält es gar für unverzichtbar, denn ansonsten befürchtet sie einen kostenexplodierenden, nicht mehr zu bändigenden Wildwuchs, der um sich greifen, und Eltern samt Kindern unter sich begraben könnte ;-).

Neben der Tatsache, dass die schwarzen, wirklich KTP-feindlich orientierten schwarzen Schafe an ganz anderen Schaltstellen sitzen, plädiert Antje Radloff öffentlich frei-mütig für den flächendeckenden Motivationskiller schlechthin, der dafür verantwortlich sein wird, dass eine willfährige auf Linie getrimmte Muh-Herde von Tagesmüttern und -vätern mit NULL Ausblick auf monetäre Entwicklung sich nicht nur entsprechend gelangweilt selbst dezimieren wird, sondern dem miesen Ruf der KTP genau deswegen erst dann aus sich heraus locker Rechnung tragen kann. Genau jene Muh-Herde liked solche Artikel - sorry!

Das schlimmste aber ist,

dass Sie für das ZZ-Verbot schon HEUTE plädiert, bevor die leistungsterechte Vergütung überhaupt in Sicht ist. Denn solch' unwichtiger Kleinkram wird mit Sicherheit auf die nächste Legislaturperiode vertagt werden, um Wahlerfolge nicht zu gefährden. Sie verlangt also von qualifizierten Menschen eine ungeheure Vorleistung, ohne sicher gestellt zu sehen, dass die da oben sich je bewegen werden; was sie niemals tun werden, weil die Rolle, die der KTP auf Bundesebene eingeräumt wird, eine ganz andere ist.

Der Lampenladen muss in Hamburg erst noch aufgehen!

Zitat Frau Radloff:

>> Viele in NRW kämpfen massiv gegen das Zuzahlungsverbot an. Viele Diskussionen habe ich schon mit KollegInnen dort geführt. Sie pochen auf ihr Selbstbestimmungsrecht als Selbstständige. Alle schön und gut, aber denken sie auch darüber nach, was für Familien leistbar ist? Zusätzlich zu den normalen Gebühren noch extra Gelder zu zahlen, bringt viele Familien an den Rand ihrer finanziellen Möglichkeiten. Jeder möchte das beste für sein Kind, nur hat nicht jeder die gleichen finanziellen Mittel dazu. Wollen wir eine Betreuungsform nur für Gutverdiener schaffen? Einen weiteren Schritt in Richtung zwei Klassengesellschaft? <<

Ich klär' mal auf:

Das Selbstbestimmungsrecht ist der Kern einer freiberuflichen KTP, den Frau Radloff also gerne "Ent-Kernen" und auf dem "Billig-Scheiterhaufen" fackeln sehen möchte - um der Eltern Geldbeutel willen. Die Gebühren, die Kommunen erheben, und die ggf. nur erhoben werden müssen, weil der Bund nicht tut, was Land so dringend braucht, stehen bei Fr. Radloff nicht auf der gedanklichen Agenda - die bösen Extra-Gelder der Kindertagespflegepersonen schon.

Dass der Markt, den sie ebenfalls in ihrem Artikel beschwört & verteufelt zugleich, durchaus in der Lage wäre, Wildwuchs durch mangelnde Nachfrage einzudämmen - Schwamm drüber.

Zitat Frau Radloff:

>> Oder wollen wir, dass die Kindertagespflege lange Bestand haben wird, offen für alle? Bildung muss für alle offen sein, unabhängig vom Kontostand der Eltern. Die Befragung in Köln zeigt genau das auf, was wir hier schon seit langem erleben. Ist der Ausbau soweit voran geschritten, dass es viele Plätze in Kitas gibt, geht der Großteil der Eltern dorthin. Der finanzielle Aspekt spielt hier eine große Rolle. Warum soll ich für ein Angebot, dass unter Umständen unsicherer ist – Gefahr des Ausfalls der Betreuung – , die oft kürzere Zeiten als Kitas anbieten, deutlich mehr Geld ausgeben? Die Eltern wollen eine sichere und bezahlbare Betreuung. <<

Und jetzt wird's richtig komisch.

Frau Radloff assoziiert den Bestand von KTP und damit die Daseinsberechtigung an sich mit Bezahlbarkeit für Jedermann/Frau und nimmt damit den Staat mit seiner Fürsorge-Pflicht aus derselben heraus. Billig & Gleich ist = Fair - entnehme ich ihrem Pauschalurteil. Hm - diese Kombi bringt seit vielen Jahren in unserer Wirtschafts-Unordnung ganz andere "Produkte" mit noch weitreichenderen Folgen hervor; aber lassen wir das.

Und sie schlussfolgert noch einen obendrauf: Dass Eltern in Kitas gehen, weil KTP zu teuer ist, und nicht weil sie mit dem Wort "Kita" bereits aus dem Kreis-Saal fielen. Toppt zudem mit Behauptungen wie: KTP sei unsicherer, KTP habe kürzere Betreuungszeiten ??? u.v.m. Ich wusste bis dato noch nicht, dass Kita die Randzeiten der KTP deckt *lach. Wo muss ich hinfahren, um das beobachten zu können?

Genau - ihr letzter Satz stimmt wieder. Eltern wollen eine sichere und bezahlbare Betreuung. Also Gebühren runter Frau Radloff, und nicht am Einkommen der Hochqualifizierten gesäbelt, die sie doch so gerne gebetsmühlenartig aufblühen sehen möchten. 

Zitat Frau Radloff:

>>  Der Krippenausbau hat eine sehr große Veränderung mit sich gebracht: Die Eltern haben zum ersten Mal seit Jahren die Wahl und sie entscheiden sich sehr oft nicht für uns. <<

Oh my goodness. Ja, die Wahl steht "irgendwo" - und wird mit jeder 2. Satzung deutschlandweit unterlaufen - je nach Stand des Kitaausbaus, der eine Auslastung desselben so zwingend erforderlich macht :-).

Zitat Frau Radloff:

>>  Kindertagespflege braucht ein gutes Image, mehr denn je. Wir brauchen keine schwarzen Schafe. Schwarze Schafe nicht nur hinsichtlich der Qualität, sondern ebenso wenig schwarze Schafe, die die Eltern finanziell über den Tisch ziehen. <<

Jetzt schlägts 13 und tut richtig weh!

Das gute Image kommt durch Zwangrekrutierung und Gleichmacherei durch Zuzahlungsverbot. WOW. Und sie glaubt allen Ernstes, dass hochqualifiziertes Personal, monetär zusammen gestutzt, sich langfristig noch weiter qualifizieren und engagieren möchte. Na ja - lohnt nicht liebe LeserInnen weiter darüber nachzudenken.

Zitat Frau Radloff:

>>  Vielleicht fängt so mancher mehr an, mal darüber nachzudenken, was Eltern sich wünschen, wollen und vor allem können. Unsere Eltern sind unsere Kunden, an deren Bedürfnissen sich der Markt orientieren sollte. Wer dem Markt entsprechend nicht sein Angebot gestaltet, wird bald ohne “Kundschaft” da stehen….und da nützt es keinem, wenn man auf seine Selbstständigkeit pocht und freie Preisgestaltung fordert. Selbstständigkeit bedeutet ebenso marktorientierend zu arbeiten. <<

Also jetzt schlägt's 14 (gibt's das in Deutschland ;-) ?).

Sie appelliert und argumentiert mit dem bösen Markt, denn sie durch das Propagieren des Zuzahlungsverbotes eben noch auf's Gröbste verteufelte - jetzt auf "ganz neuen" argumentativen Ebenen.

Teufel aber auch. Oder anders: Der Teufel kann durchaus im Detail stecken Frau Radloff. 

Zitat Frau Radloff:

>> Wir sollten aber alles daran setzen, den Sinkflug aufzuhalten und so auch in den nächsten Jahrzehnten noch zu existieren. <<

Ganz bei Ihnen - ganz bei Ihnen :-). Aber das kann nicht ihr Ernst sein, dass sie das auf diese Weise schaffen mögen.

Und jetzt wird mir endgültig schlecht:

Zitat Frau Radloff:

>>  Jeder möchte vernünftig bezahlt werden, keine Frage. Aber es muss allen endlich klar werden, dass der Weg über die Eltern der verkehrte ist. Firmen müssen vermehrt mit eingebunden werden, Kommunen immer wieder an den Tisch zu Verhandlungen gebracht werden. Bitten wir weiterhin die Eltern zur Kasse, werden wir nicht mehr lange überleben. Vielleicht geht es noch einige Jahre gut. Noch werden Plätze benötigt. Aber irgendwann ist der Bedarf nachhaltig gedeckt und dann wird das Aussterben in der Kindertagespflege noch weiter gehen. Als erste fallen alle schlechten und auch alle überteuerten Angebote über Bord, in meinen Augen durchaus richtig, denn eines war mir schon immer zuwider: Aus der Not anderer Profit zu schlagen… <<

Liebe Antje, ja, der Weg über die Eltern ist der falsche. Aber auch der Adressat all' ihrer Appelle ist der falsche! Bitte adressieren Sie das in Richtung Kommune / Land / Bund, Sozialkassen. Und nicht über den Weg der Knebelung derer, von denen sie im gleichen Atemzug Qualität und Entwicklung einfordern.

Vielleicht hilft Ihnen nach längerer Abwesenheit auf der Blog-Bühne ein Blick in meine folgenden Blogbeiträge, und führen Sie sich die Gesamtentwicklung der KTP von "Von der Leyen bis heute" nochmal vor Augen: 

Die Betreuungsarmee "Kindertagespflege" auf Zeit

wird so lange hin- und hergeschubst, bis die Institutionalisierung der gesamten Kindheit flächendeckend mit Kita-Bildungseinrichtungen erreicht ist. Dann kann der KTP-Mohr erst gehen. Von daher sehe ich zukünftig wenig Sinn, an die Kindertagespflegepersonen zu appellieren, denn die Fragen, die wir uns jetzt stellen sollten, sind wahrlich übergeordneterer Natur. Während sich Tagesmütter & -väter in den einzelnen Foren noch an diversen Satzungsänderungen festbeißen, fährt der Bundes-Zug ungehindert in entgegengesetzter Richtung!

Das ganz ist nichts weiter als ein Affentheater, bis der KTP-Vorhang fällt.

http://www.kinderbetreuungsboerse.de/wigwam-blog/wigwam/nachricht/-d0124fb0b6/

Der Braten hat vom 1.Tag an gestunken! Und die Ausbauziele in Sachen Kita / gerne auch 24-Stunden-Kita lassen die GANZE Katze aus dem Sack! Das Gesamtkonstrukt "Beleg- & ZZ-Verbotssystem" KTP im Lichte des massiv forcierten Kita-Ausbaus, machen so richtig Sinn. Wer so massiv neue Einrichtungen hochzieht, der will auch nur DIE belegen.

Das auf ZZ-Linie gebrachte Kindertagespflege-Fußvolk, das parallel bis dahin herangezüchtet wurde,

hat nur 2 Funktionen auf Zeit:

- Zu Beginn die "Haltefunktion", bis der Kita-Ausbau vollbracht ist; danach noch eine

- kleine Nebenrolle, bevor es endgültig in den Status des Statisten übergeht!

Und wenn Sie jetzt noch Lust & Saft haben, lege ich Ihnen einen stimmigen Beweis aus meiner Region - Rheinland-Pfalz vor: 

http://www.kinderbetreuungsboerse.de/wigwam-blog/wigwam/nachricht/-265cdfa682/

Weiterhin hat Prof. Dr. Stefan Sell hat mit seiner Follow up-Studie 2015 quasi dazu eingeladen, das ZZ-Verbot mal näher zu betrachten - und ich habe mir erlaubt, themenspezifisch nach-zuladen.

Grundsätzlich stehe ich auf dem von mir selbst erprobten und erfolgreichen Standpunkt: Anreize und Rahmenbedingungen, die zu einem guten Ergebnis einer erklärten Zielsetzung führen sollen, klingen - verglichen mit einem Konzert - nur, wenn alle Musiker eingestimmt und jeder Musikpart mit dem anderen harmoniert.

Bundesweit liegt der Verdacht aber nahe, dass gar kein Konzert aufgeführt werden soll.

Einseite Veränderungen vorzunehmen, Bedingungen aus einem Rahmen herauszunehmen, bedeutet am Ende, Missklang, und jeder Ton wird isoliert (s)eine chaotische Wirkung entfalten. In so einem Fall haben wir 2 Möglichkeiten: a) die Zielsetzung anzuweifeln, oder aber b) wir müssten leider davon ausgehen, dass "die da oben" nicht wissen, was sie tun / oder nicht wollen, was sie sagen.

Mein Verständnis von Förderung ist ein anderes!

Für mein Verständnis bedeutet „Förderung“, dass der Staat mit (s)einer Leistung dazu beiträgt, dass Förderung gelingen und allen Eltern zugänglich werden kann. Ein ZZ Verbot würde diese Grund-Dynamik unterbinden, wenn nicht sogar zerstören; auch dann wenn eine Mindestqualifizierung vorgeschrieben ist.

Weiterhin wäre ein Bruch des Wunsch- und Wahlrechtes

durch die Hintertür die Folge, denn Eltern, die sich eine hochwertige, aus einem standardisierten Rahmen herausfallende Betreuung wünschen, diese aber ggf. unter den „gedeckelten“ TPPs nicht finden, fallen aus der Förderung heraus und werden quasi sanktioniert. Das wiederum geht für mein Empfinden in keiner Weise mit dem Rechtsanspruch überein, der damit zeitgleich unterlaufen wäre.

Und: Haben Sie schon mal eine Sekunde darüber nachgedacht, dass konsequent zu Ende gedacht, ein ZZ Verbot ein absolut flächendeckendes Angebot an Plätzen voraussetzt? Weihnachten & Ostern an einem Tag hab' ich aber noch nie erlebt!

Ich kann noch viel weiter denken - als Sie je zu träumen wagten -

Ich könnte mir auch eine Folgewirkung dergestalt vorstellen, dass Eltern von munteren Anwälten geraten wird, ihren Wunschplatz gar nicht erst zu besetzen, sondern den Träger zunächst zu verklagen, um dann wegen Nichterfüllung des Rechtsanspruches Schadensersatz oder Aufwendungsersatz einzufordern, um die eigentliche Wunsch-TPP ohne Förderung bezahlen zu können.

Verrückt! Die im Herzen "Berufenen" mit bundesweit "gedeckelter Anerkennung"

Hier mein Kommentar zur follow-up-Studie:

http://www.kinderbetreuungsboerse.de/wigwam-blog/wigwam/nachricht/-a1e442d7f7/

Wird Zeit, Frau Radloff, dass Sie wieder "die Seiten" wechseln - wenn es um dieses hochsensible Thema "Vergütung & Qualität" geht - wohlgemerkt.

herzliche Grüße

Susanne Rowley

WIGWAM 1994
Susanne Rowley
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