Samstag, 10. August 2013

Autor: Susanne Rowley

Eine Mutter sagt: Wir Eltern sind unsolidarisch

Da ist sie also – eine 2. zaghafte Ruferin in der Betreuungswüste.



www.zeit.de/gesellschaft/familie/2013-08/kita-appell-eltern/seite-1

Eine Mutter sagt - wir Eltern sind unsolidarisch

Dass ich DAS noch lesen darf, liebe Wigwam-Feunde, 

Da ist sie also – eine 2. zaghafte Ruferin in der Betreuungswüste.

Noch ein wenig schwach auf der Brust, aber wie unsere Politiker auch immer sagen, es ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Eine Mutter appelliert an sich selbst,

für diejenige einzustehen, die sich tagtäglich um ihr Kind kümmert, damit sie Beruf und Familie vereinbaren kann. Die Frau hat zutiefst nachgedacht, denn was würde wohl geschehen, wenn Eltern und Betreuungsanbietende, egal ob es nun die Erzieherin in der Kita von nebenan ist, oder die qualifizierte Tagesmutter, aufhörten an unfähige Volksvertreter hinzuplärren, oder sich klagend an ihre Kommune zu wenden oder gar über Gerichte, Rechtsanwälte „Ihr gutes heiliges Recht“ einzufordern, sondern stattdessen bei sich selbst anfingen, und schauten, mit wem sie sich da eigentlich unterm Schutzmäntelchen der politisch Unverantwortlichen im Clinch befinden.

Ja, man könnte schon fragen, ob denn eigentlich alle verrückt geworden sind, wenn Eltern gegen die Personen und Berufsgruppen vor Gericht ziehen, die morgen ihr Kleines in liebevolle Obhut nehmen sollen.

Und ich stelle auch die berechtigte Frage, warum hier keiner merkt, dass sich alle Nutznießer von Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ganze vorne dabei unsere Unternehmer, in diesem Hühner-Gezackere ganz wunderbar bequem eingerichtet haben, denn solange sich Volksvertreter, Eltern und Betreuer gegenseitig das das Wasser abgraben, muss man nicht einsteigen ins große Boot.

Die Autorin macht bewusst, welch starke Lobby Eltern sein könnten,

wenn sie nur wollten. Es wäre nur ein kleiner Schwenk mit einer immensen Wirkung und sie appelliert tatsächlich an sich selbst und alle anderen Eltern und fragt:

>>  Warum engagieren wir uns nicht mehr? Warum zeigen wir so wenig Solidarität? Weil die Suche nach einem geeigneten Kita-Platz unser Nervenkostüm schon genug beansprucht hat? Wir forsten im Internet stundenlang nach ökotest-zertifizierten Spielzeugen, kaufen natürlich nur den Testsieger-Kindersitz und informieren uns in unzähligen Foren über das Für und Wider von Standard-Impfungen. Um das Wohlbefinden der Menschen, die unsere Kinder manchmal mehr Stunden am Tag betreuen als wir Eltern, kümmern wir uns aber nicht. Mal angenommen, es käme zu einem bundesweiten Streik. Alle Erzieherinnen und Erzieher legten an einem Tag die Arbeit nieder. Und alle Eltern (nein, nicht nur die Mütter) würden ihnen auf die Protestkundgebung folgen, statt den Babysitter anzurufen. Es würde gewaltig krachen in Deutschland. Wir machen uns zu wenig bewusst, welch starke Lobby wir Eltern sein könnten – nicht nur vor einer Bundestagswahl. Erzieherinnen und Erzieher finden zu wenig Gehör. Es liegt an uns, es ihnen zu verschaffen  <<

Etwas weichgespült

kommt der Artikel leider an dieser Stelle daher, als die Autorin anmerkt:

>> Dies soll keine weitere Anklageschrift gegen den Staat sein, der seine Milliarden in fehlgeplante Euro Hawks, Bahnhöfe oder Flughäfen versenkt. <<

Gegenfrage:

Warum sollten wir diese Frage nicht stellen? Es ist sogar höchste Zeit, diese Frage zu stellen. Warum ist für Presitigeobjekte immer Geld da, und für den Menschen ist nichts übrig. Ich stelle diese Frage!

Also ich, liebe Autorin, finde Ihre Frage mehr als legitim.

herzliche Grüße

Susanne Rowley

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Susanne Rowley
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