Wigwam Blog

Dienstag, 18. November 2014

Autor: Susanne Rowley

Eine Kindheit, die den Namen verdient, ist Lebensfundament

Das ist nicht altmodisch sondern kindgerecht.


www.rnz.de/ratgeber/familienzeit_artikel,-Kinderarzt-Renz-Polster-Die-Kita-Erziehung-wird-immer-funktionaler-_arid,840.html

Guten Morgen liebe Wigwam-Freunde,

eine Kindheit, die den Namen verdient, ist das eigentlich wichtige Lebensfundament.

Wie könnte ein Tag besser beginnen, als mit einem heißen Kaffee und einem so guten Artikel vor der Nase, der so vielen Leserinnen und Lesern direkt aus dem Herzen spricht, weil er schlicht beschreibt, was ist.

Jeder Mensch muss

seinen Erfahrungsschatz selbst heben, und damit der kleine Mensch das auch einmal kann, braucht er emotionale Sicherheit, Geborgenheit und Rückhalt in Beziehungen. Nur so kann er später seine Emotionen regulieren, Stärke und Widerstandskraft anlegen. Und es braucht freien Entdeckungsraum, in dem sich Kinder ausprobieren können.

>> Es wird oft so getan, als könne man die kindliche Neugier beliebig herauskitzeln. Aber das stimmt nicht. (..). Es wird nur dann mutig und bekommt große, wache Augen, wenn es sich wohl und sicher fühlt. Das läuft über Beziehungen, die dem Kind etwas bedeuten, in denen es sich verlässlich angenommen fühlt, das gilt für Kitas genauso wie im Elternhaus. Gestresste Kinder lernen nicht! Es wundert mich deshalb sehr, dass es heute in der Frühpädagogik so viel um Förderprogramme, Bildungsanreize und Theorien geht, und so wenig um Beziehungen und die gemeinsame Gestaltung eines spannenden, kindgerechten Alltags. (..) Dieses andauernde Vermessen von vermeintlichen Leistungserfolgen! Diese ständige Beobachtung, Dokumentation und Obsession mit Bildungs-Portfolios! Als würde das Formulieren von Bildungszielen und Absolvieren von Bildungsprogrammen die Kinder weiterbringen. <<

Und so langsam dämmert auch mir,

warum wir Bindung und Beziehung nicht wirklich zum Thema machen, weil der Anspruch nicht erfüll- und bezahlbar wäre und wir dafür

>>eine ganz neue Priorisierung in der Gesellschaft und Wirtschaft erforderlich wäre. <<

Das sollten wir aber schleunigst nochmal durchrechnen, denn der schnelle und vermeintlich billigere Schuss wird ohnehin nach hinten losgehen.

Die Globaliserung hat Fahrt aufgenommen,

die Zügel werden angezogen, und sicher ist auch, McKinsey und Microsoft mischen längt mit in der Kita.

>>An 10.000 Kitas etwa wird das von Microsoft gesponsorte "Schlaumäuse"-Programm verwendet. Ein Tablet-Spiel, mit dessen Hilfe Kinder angeblich Schrift und Sprache besser erlernen können. <<

Das wäre ganz wunderbar,

>> wenn man bei Microsoft verstünde, wie Kinder sich die Sprach- und Schriftwelt aneignen! Diesen Programmen fehlt gerade das, was den Kleinen dabei am meisten hilft, nämlich der soziale und situative Kontext des Sprechens, die Möglichkeit, Lernwege gemeinsam zu gestalten. Das geht nur im Rahmen echter, menschlicher Beziehungen! Aber darum geht es bei den "Schlaumäusen" nicht. Es geht darum, einen Produktnamen bei Kindern und Eltern zu platzieren. <<

Ich wünsche allen Eltern und ErzieherInnen einen wunderschönen Tag,

vielleicht irgendwo im Wald oder am Bach –

dazu brauchen Sie nichts weiter als gute Laune, eine Matschhose, was zu trinken und ein dickes Butterbrot – lassen Sie den Dokumentationsblock und das doofe Smartphone zu Hause.

liebe morgendliche Grüße aus Bad Münster am Stein

WIGWAM 1994
Susanne Rowley
Kapitän-Lorenz-Ufer 20
55583 Bad Kreuznach

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