Wir bloggen für Sie - quer durch die familienpolitische Landschaft

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Autor: Susanne Rowley

Berufsvereinigung für Tagesfamilien gegründet


Die Vereinigung hat große Ziele

und setzt sich für den Berufsstand der Tagesmutter nachhaltig ein. Auf jeden Fall ist zu hoffen, dass wir alle auf eine bundeseinheitliche Lösung verschiedener Probleme hinarbeiten können, und vielfältige regionale Auslegungen und Handhabungen von Gesetzen in der Praxis vereinheitlicht werden.

Vielleicht sind wir alle zusammen mit diese Vereinigung in der Lage "der hohen Politik" praxisnahe Erfahrungen gebündelt weiter zu reichen.

„Wir fordern eine leistungsgerechte Vergütung für Tagespflegepersonen und wollen erreichen, dass unsere Tätigkeit als Beruf anerkannt wird“.

Dies sind nach Heidemarie Stockers Worten die vorrangigen Ziele der frisch gegründeten Berufsvereinigung für Kindertagespflegepersonen. Der Verein, dessen Aktivitäten sich zunächst auf Norddeutschland beschränken sollte, hat sich die Unterstützung aller in Deutschland arbeitenden Tagesmütter und -väter auf die Fahne geschrieben. „Es hatte sich recht schnell gezeigt, dass wir eine bundesweite Vereinigung brauchen“, erzählt Gründungsmitglied und 1. Vorsitzende Heidemarie Stocker. „Bei uns können zwar nur Tagespflegepersonen Einzelmitglieder werden, aber Ziel ist es, dass unter dem Dach der Berufsvereinigung Regionalgruppen gegründet werden, die sich vor Ort für die Belange der Tagesmütter und -väter einsetzen.“ Der Verein, der sich als "gewerkschaftliche" Interessenvertretung für Kindertagespflegepersonen sieht, fordert eine länderübergreifende einheitliche Auslegung der Gesetzgebung zur Kindertagespflege, den Aufbau von Netzwerken, eine einheitliche Ausbildung und im ersten Schritt eine Mindestvergütung von 5,50 Euro pro Stunde und Kind.

„Wir werden das Gespräch mit Ursula von der Leyen suchen,

um über die Situation der Tagespflegepersonen zu sprechen und unsere Kriterien vorzustellen“, beschreibt die 1. Vorsitzende die Aktionen, die als erstes angegangen werden sollen. Es gibt viel zu tun. Am 24. Oktober soll der erste Workshop zur Gründung von Regionalgruppen stattfinden, und dann muss Heidemarie Stocker noch der Flut von Interessenten Herr werden, die sich über eine Mitgliedschaft im Verein informieren möchten.

Gründung einer bundesweiten Berufsvereinigung für Kindertagespflegepersonen

Am 16. Mai wurde in Hannover die „Berufsvereinigung der Kindertagespflegepersonen e. V.“ gegründet. Dies ist bundesweit auf große Resonanz gestoßen. In mehreren Bundesländern werden nun unter dem Dach der Berufsvereinigung Regionalgruppen gegründet, die sich gezielt vor Ort für die Belange der Kindertagespflegepersonen einsetzen.

Zur Zeit besteht durch die neue Gesetzgebung zur Kindertagespflege

(Stichwort: Versteuerung, Sozialversicherungspflicht) bundesweit große Verunsicherung unter den Kindertagespflegepersonen. So müssen ab 2009 Kindertagespflegepersonen Betreuungsgelder auch aus öffentlich geförderter Tagespflege versteuern. Bisher galt dies nur für privat gezahlte Kindertagespflege. Durch die Sozialversicherungspflicht, die sich finanziell sehr negativ auf die Kindertagespflegepersonen auswirkt, sehen sich viele Kindertagespflegepersonen nicht mehr in der Lage  ihre Tätigkeit weiter auszuüben. Die Berufsvereinigung der Kindertagespflegepersonen e. V. steht dieser Entwicklung kritisch gegenüber und sieht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefährdet , da die Kinderbetreuung im Bereich von 0 - 3 Jahren nicht nur im Krippenbereich geleistet werden kann. Hier sind gerade die Kindertagespflegepersonen mit ihren flexiblen Zeiten und individueller Betreuung gefragt.

Aus diesem Grund

hat sich die Berufsvereinigung als Ziel gesetzt, die Interessen der Kindertagespflegepersonen in der Öffentlichkeit und auf politischer Ebene zu vertreten. Sie sieht sich als „gewerkschaftliche“ Interessenvertretung für Kindertagespflegepersonen. Zudem setzt sie sich für die Verberuflichung der Kindertagespflege ein. Deshalb fordert die Berufsvereinigung eine länderübergreifende einheitliche Auslegung der Gesetzgebung zur Kindertagespflege, den Aufbau von Netzwerken, eine einheitliche Ausbildung und die Einführung einer leistungsgerechten Vergütung. Im ersten Schritt fordern wir eine Mindestvergütung von 5,50 € pro Stunde und Kind zuzüglich der hälftigen Sozialversicherungsbeiträge von der öffentlichen Jugendhilfe.

Die Berufsvereinigung bietet

den Kindertagespflegepersonen Fachberatung, Rechtsberatung, Vertretung für die eigenen Belange vor Ort, Öffentlichkeitsarbeit und Unterstützung beim Aufbau von Regionalgruppen. Die Eröffnung eines Internetportals ist für September 2009 geplant. Dieses Portal bietet Infos zu aktuellen Veränderungen in der Kindertagespflege und ermöglicht den Austausch untereinander.

Für Oktober 2009 ist ein erster Workshop zur Gründung von Regionalgruppen geplant. Termin und Ort werden noch bekanntgegeben. Eine Fachtagung für Kindertagespflegepersonen ist für das Frühjahr 2010 in Planung.

Mitglied kann jede Kindertagespflegeperson

werden, die über eine Qualifikation oder über eine pädagogische Berufsausbildung verfügt. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 36,00 € im Jahr. Selbstverständlich sind auch Fördermitglieder herzlich willkommen.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an

1. Vorsitzende: Heidemarie Stocker Tel. 04181/39175  h.stocker_at_web.de

2. Vorsitzende: Melanie Noack, Tel. 04231/961871      noackm_at_t-online.de

herzliche Grüße

Susanne Rowley

WIGWAM 1994
Susanne Rowley
Kapitän-Lorenz-Ufer 20
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