Dienstag, 3. März 2015

Autor: Susanne Rowley

Am Anfang war ein Gesetz ..

..jetzt mutiert es zum Irrsinn / Offener Brief eines Vaters


www.rp-online.de/nrw/staedte/krefeld/kita-kosten-vater-beklagt-irrsinn-aid-1.4901432

Liebe Wigwam-Freunde, 

selten liest man ein derart deutliches Statement von Eltern, wie sie die Planung und Ausführung des Rechtsanspruches auf einen Kinderbetreuungsplatz real empfunden haben. 

Dabei sind die Wünsche, die dieser Vater für seine Tochter Greta erfüllt sehen möchte, alles andere als unerfüllbar. 

Zunächst wünschten sich die Eltern, ihr Kind in der ersten Zeit zu Hause zu betreuen. Ein Jahr später, Im Herbst 2016, hätte die Familie  gerne einen Betreuungsplatz in Teilzeit in Anspruch genommen.

Aber weit gefehlt -

so einfach ist das mit der Wunscherfüllung dann doch nicht.

Geplant wird nicht unbedingt das, was gebraucht wird, sondern geplant wird, was Kommunen Fördergelder in die Kasse spült. 

Und für wen gibt es derzeit Fördergelder?

Für Kitaplätze, die mit U3-Kindern besetzt werden. Für Kinder also, die in der bindungsgerecht gestalteten Kindertagespflege sehr viel besser aufgehoben wären.

Aber davon hat der im Artikel erwähnte Vater ganz sicher nichts erfahren.

Kümmert man sich als Eltern

erst dann um einen Kitaplatz, wenn man ihn benötigt, schaut Familie ggf. ganz in die Röhre, also ist es ratsam, sich bis zu 1 Jahr im voraus nicht nur zu bemühen, sondern einen solchen Platz auch wider Willen zu besetzen.

Wenn dann noch der Umstand hinzutritt,

dass man gezwungen ist, einen Vollzeitplatz (im vorgestellten Fall sogar 45 Wochenstunden) zu wählen, obwohl man einen solchen zeitlichen Umfang für sein Kind aus Altersgründen noch gar nicht befürworten möchte, fragt man sich ernsthaft, wo die Interessen für das Wohlergehen der Allerkleinsten geblieben sind.

Muss man dann noch beklagen,

dass die Gebühren für einen Platz, den man nehmen muss, aber gar nicht haben möchte, das Haushaltsbudget einer Familie sprengen, kann man den Unmut des Vaters nur zu gut verstehen.

Der Vater in obigem Artikel bringt die Probleme auf den Punkt.  

Zitat:

>> Hier ist dann ein Punkt erreicht, an dem man sich dann tatsächlich Gedanken um eine alternative Kinderbetreuung außerhalb dieses in meinen Augen kaputten Systems machen muss  <<

Nimmt man dann noch zusätzlich zur Kenntnis,

dass es in einigen Regionen Deutschlands schon soweit gekommen ist, dass Ü3-Kinder Plätze räumen müssen, um U3-Kindern, die ggf. noch gar nicht in eine Einrichtung gehören, Platz zu machen, ist der Irrsinn komplett.

Zitat:

Deutschen Kindertagespflegeverein e.V.:

>>  Leider oft der einzige Weg um einen Platz zu bekommen. Anstatt das man u3 Kinder in die Tagespflege vermittelt und somit alle Ü3 Kinder einen Kindergartenplatz bekommen, streichen sich die Kommunen die U3 Förderung für Kitas, ein und lassen die ü3 Kinder im Regen stehen. <<

Zitat Ende

Als "eklatanten Fall von Marktversagen" bezeichnet Ron Schreyer, der Vater dieses Kindes, das Verfahren in einem offenen Brief an den Krefelder Oberbürgermeister Gregor Kathstede. Schreyer ist beruflich in der freien Wirtschaft in einem Düsseldorfer Konzern tätig.

>>  Die Volkswirtschaftslehre empfiehlt in solchen Fällen gerne einen Eingriff des Staates. Da aber im Falle der KiTas bereits öffentliche Organe beteiligt sind, liegt meiner Auffassung nach sogar ein ordnungspolitisches Versagen vor. <<

Und weiter merkt er im obigen Artikel an:

>>  Er habe den Eindruck, dass eine pauschale 45-Stunden-Kinderbetreuung politisch gewollt ist. "Eine Entwicklung, die ich für sehr bedenklich halte, da sich die Politik anmaßt, Entscheidungen, die klar in der Verantwortung der Eltern liegen, für diese zu treffen.(..) Als Vater und gebürtiger Krefelder finde ich dies einfach nur beschämend.

Zum einen, weil man sich derartiges einfach nicht leisten kann und zum anderen, um neben den ohnehin hohen Steuer- und Abgabenbelastungen dieses fehlgeleitete System nicht auch noch zusätzlich durch weitere Gebühren mit zu finanzieren. Anders kann man als Steuerzahler nicht mehr reagieren. <<

Bleibt von unserer Seite nur noch anzumerken,

dass jenem Elternpaar sicher eine gute andere Alternative,

die Kindertagespflege,

nicht ans Herz gelegt wurde.

Ich wünsche mir, wie in vielen meiner Blogbeiträge bereits erwähnt, eine Vorberatung für Eltern. Eine umfassende Begleitung, die dazu geeignet ist, sie zum Wohle ihres Kindes auf einen guten Weg zur Vereinbarung von Beruf & Familie zu leiten.

Einen Weg, der ihnen einen altersgerechten Betreuungsplatz dann und in dem Umfang garantiert, wie es das Bindungsbedürfnis ihres Kindes und ihr Familien- und Arbeitsleben erfordern.

Welche Betreuungsform wäre da besser geeignet als die Kindertagespflege?

Es grüßt herzlich

Susanne Rowley

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Susanne Rowley
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